Rezension: Splitterherz


„Ich weiß durchaus mit einem Computer umzugehen, leider der Computer nicht mit mir.“ (S.417)


 


Autor: Bettina Belitz
Verlag: Script 5
Seiten: 631
Preis:19,90 €
Genre: Urban- Fantasy
Reihe: Band 1 von 3




Worum geht’s?

Vom der Großstadt in heimeliges Landleben, für Ellie eine unvorstellbare Grausamkeit und doch harte Realität. Als cooles Großstadtmädel kommt sie jedoch nicht allzu weit und muss anfangen, ihr hart erarbeitetes Image zugunsten ihres wirklichen Charakters aufzugeben. Vor allem der mysteriöse Colin scheint dabei eine große Hilfe zu sein. Doch scheint Colin mehrere Geheimnisse zu umgeben, fast übermenschliche sozusagen. Und warum schläft Ellie bloß so viel?
Welche Bedeutung haben Träume wirklich?

Meine Meinung:

Wie bin ich auf das Buch gekommen?
Ich wollte mal wieder eine schöne Liebesgeschichte mit einer Prise Fantasy, meine Schwester empfahl mir dann dieses Buch und da ich von dem Cover sehr angetan war, kaufte ich es mir natürlich.

Erwartungen an das Buch?
Schnulzig, schön und übersinnlich. Vielleicht nicht ganz so ernst.

Erwartungen erfüllt?
Nun ja, was soll ich dazu sagen? In gewisser Weise ja, übersinnlich war dabei, es war ansprechend geschrieben und auch schön, schnulzig nicht, was ja nicht unbedingt schlecht ist.

Ellie ist ein unheimlicher Sturkopf, der sich gerne mit der Welt anlegt. Dies kommt aber erst nach und nach heraus, da sie in ihrer Heimatstadt ihr wahres Ich unter Verschluss gehalten hat. Man erfährt sehr viel über diese Geschichte und so natürlich auch über Ellie. Trotzdem muss man sich mit ihr als Protagonisten anfreunden, mir persönlich hat sie gefallen. Trotzdem war ich punktuell etwas genervt und hätte das Mädel gerne mal angebrüllt, an bestimmten Stellen bitte nicht zu sehr zu übertreiben. Aber ansonsten ist sie eine Idee eines Charakters und als Protagonistin unterhaltsam.

Colin als mysteriöser Traummann entpuppte sich für mich eher als Enttäuschung. Zwar gibt es für ihn als Typ ein paar Pluspunkte, aber die meiste Zeit war er für mich zu melancholisch und geheimnisumwoben. Auch sein Handeln ist selten für mich nachvollziehbar gewesen. Sicher soll das sein „geheimnisvolles Image“ bestimmt unterstreichen und doch wird das für mich zu abgedreht dargestellt, als dass ich es spannend finden würde.

Sonstige Charaktere sind stereotyp und berechenbar.

Das Buch ist sprachlich schön geschrieben, allerdings sehr langatmig, mehr zu kürzen hätte dem Buch gut getan. Leider fiel es mir schwer, mich komplett in die Handlung plumpsen zu lassen, dazu waren einige Passagen zu weit gefasst. Nebenbei wirkt sie manchmal etwas befremdlich auf mich, ich fand die Ideen und Handlungen der Personen zu abgedreht.

Gut gefallen hat mir allerdings, dass der ganze Twilight- Hype ein bisschen durch die Suppe gezogen wird. Auf eine angenehme Art und Weise. Colins „Geheimnis“  fand ich persönlich sehr interessant und die Rolle von Träumen spricht mich in der Handlung sehr an.

Alsdann,  die Bewertung: Für Plot gibt es eine Regalebene, genauso wie für die Charaktere. Für das Setting gebe ich kein Regalbrett. Ich konnte mir das alles eher schlecht vorstellen bzw. war es mir auf einmal zu deutlich beschrieben und auch zu, naja, abgedreht. Einen Zusatzpunkt gibt es für Colins „Geheimnis“ und die Sache mit den Träumen. (Und damit ihr die herausfindet, müsst ihr das schon selber lesen, over and out!)
Insgesamt also ein Herz mit drei Regalebenen.





Na ja, Geschmackssache


Beitrag von R.S.

Kommentare:

  1. Hey du,

    danke für dein Abo ♥! Schöne Rezension! Ich habe das auch so ähnlich gelesen. Dein Blog und vor allem das Design finde ich sehr schön und dein Bewertungsystem ist wirklich ziemlich originell, habe dich auch gleich mal aboniert :D.

    LG FantasyBookshelf

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  2. Da ging es mir so wie dir - nur das ich mit Ellie überhaupt nichts anfangen konnte. Irgendwie unsympathisch, die Gute. Vielleicht gefällt dir der zweite Teil aber besser. :)
    Und an Egoliquida: Es ist nicht so, das auf den 160 Seiten gar nichts passiert, aber wenn etwas geschieht ist es so langweilig und unauthentisch, dass das gar nicht als Handlung zu zählen ist.
    Liebste Grüße. :)

    killthesilencce.blogspot.com

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    1. Wenn ich dir jetzt antworte, bekommst du dann eigentlich eine Mitteilung?

      Langweilig und unauthentisch? Hm, ich frag mich immer, wie die Autoren solche Passagen finden. Genauso, oder bombastisch?

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